
ROTENBURG/VERDEN (August 2026). Finger weg von der Eingliederungshilfe! Unser Werkstattrat und die Bewohnervertretungen der Lebenshilfe Rotenburg-Verden erheben gemeinsam ihre Stimme gegen drohende Sparpläne der Bundesregierung. Die geplanten Kürzungen im Bereich der Eingliederungshilfe treffen ausgerechnet diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind, um gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
Unsere Botschaft ist unmissverständlich: Wer bei der Eingliederungshilfe spart, spart an den Rechten und der Zukunft von Menschen mit Beeinträchtigungen.
Die Eingliederungshilfe ist keine freiwillige Sozialleistung, auf die je nach Haushaltslage verzichtet werden kann. Sie ist Ausdruck eines gesellschaftlichen Versprechens: Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung, Teilhabe und ein Leben in Würde. Dieses Versprechen darf nicht aus finanziellen Gründen gebrochen werden.
Deshalb fordern unser Werkstattrat und unsere Bewohnervertretungen die politisch Verantwortlichen auf, auf geplante Kürzungen zu verzichten und stattdessen ein klares Bekenntnis zur Inklusion und zur uneingeschränkten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen abzugeben.
Begleitet wird die Gruppe bei ihrem Vorhaben von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen – unter anderem von Melanie Ludwig, die sich im Rahmen unseres Projekts LUPO auch um das Thema Empowerment und Selbststärkung kümmert. Gemeinsam erarbeiten sie nun ein Positionspapier mit ihren Forderungen und wollen dieses möglichst persönlich an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies übergeben. Sie erwarten, dass Niedersachsen sich auf Bundesebene entschieden gegen Einsparungen bei der Eingliederungshilfe einsetzt.
Unsere Forderung ist klar: Finger weg von der Eingliederungshilfe! Wer Inklusion ernst meint, darf nicht bei Menschen sparen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Teilhabe ist Menschenrecht – und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.