
ROTENBURG (März 2026). Partizipation – mit diesem Thema beschäftigte sich unser Team aus dem Haus für Kinder mit seinen drei Standorten in den vergangenen Monaten intensiv. Fachliche externe Begleitung gab es vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).
In mehreren Terminen wurden unterschiedlichste Aspekte des Themas bearbeitet, wie Anne Herrmann (Fachleitung Kindertagesstätten in unserem Geschäftsfeld Kinder, Jugend & Familie) berichtet. „Grundsätzlich wurde zunächst unser Umgang mit dem Thema Partizipation reflektiert. Dabei wurde geschaut, an welchen Stellen die Interessen der Kinder bereits wahrgenommen werden und wo sie sich bereits beteiligen können und es wurde besprochen, was die Mitarbeitenden alleine entscheiden und was gemeinsam mit den Kindern.“ Dabei sei noch einmal deutlich gemacht worden, „dass Partizipation nicht bedeutet, dass jeder machen kann, was er möchte. Grenzen, Tagesstruktur und ähnliches müssen bestehen bleiben, um Orientierung und Sicherheit zu geben“. Innerhalb gesetzter Grenzen gibt es aber Entscheidungsmöglichkeiten und Situationen, in denen die Kinder sich einbringen und ihre Meinung und ihre Ideen deutlich machen können.
Gemeinsam wurde geschaut, wo dies bereits umgesetzt wird (tatsächlich an vielen Stellen) und Neuerungen wurden erarbeitet. „Wir haben uns unter anderem mit dem Thema Mittagessen beschäftigt. An der Küchentür hängt nun für alle Kinder ersichtlich der Essensplan in Form von Metacom-Karten, so dass alle sehen können, was es an dem Tag zu essen gibt“, erklärt unsere Kollegin Anne Herrmann. Zudem gibt es einen Wunschtag in der Woche, an dem sich immer eine Kita-Gruppe das Mittagessen wünschen darf. Das wird mit den Kindern in der jeweiligen Gruppe unterschiedlich erarbeitet: Zum Beispiel können sie anhand von Fotos oder Metacom-Karten abstimmen, was sie sich wünschen. Kinder, die sich nicht äußern können, werden in ihrem Essverhalten beobachtet. Darüber hinaus werden punktuell die Eltern gefragt, was ihre Kinder gerne essen. Auf diese Weise werden die Kinder in ihrer Meinung vom pädagogischen Personal vertreten.
Ein weiterer Punkt, der erarbeitet wurde, ist, dass die Türen der Gruppen nun wieder mehr geöffnet sind, so dass sich die Kinder aus verschiedenen Gruppen wieder vermehrt und leichter verabreden und besuchen können.